Emissionsfreie Segelyacht auf dem Wasser

Unter grünem Volldampf

Entwicklung CO2-neutraler Antriebssysteme

 

Klimafreundliche Treibstoffe und alternative Antriebsarten finden in immer mehr Fahrzeugen Anwendung. Doch wie sieht es mit umweltfreundlichen Systemen für Sportyachten aus? Bisher gibt es dazu wenige marktreife Konzepte. Um die Entwicklung eines CO2-neutralen Antriebes für Yachten voranzutreiben, beteiligt sich die HanseYachts AG am Campfire-Bündnis, einer Grundlagen-Forschung, die dazu beitragen soll, die weltweit erste mit einer Brennstoffzelle betriebene Yacht zu entwickeln. Das System soll mit Ammoniak und dem dort in Stickstoff gebundenen Wasserstoff arbeiten. Dafür gilt es, ein Betankungssystem, einen emissionsfreien Motor sowie ein System zur Bordstromversorgung mit Ammoniak als Energieträger zu entwickeln.

An dem mit 48 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt beteiligen sich internationale Forschungseinrichtungen. Dazu gehören u.a. das Zentrum für Brennstoffzellentechnik, verschiedene Fraunhofer-Institute und das Colorado Fuel Cell Center. Schiffe würden dann „kohlenstofffrei“ das Meer befahren, sagt Angela Kruth vom Leibniz-Institut für Plasmaforschung in Greifswald.

Am Ende des Projektes steht eine funktionierende CO2-neutrale Alternative zum klassischen Dieselantrieb, der in Serie bei Sportyachten verfügbar ist. Mit dem Hanse e-Motion Rudder Drive, einem vollelektrischen Antriebssystem, ist dieser Einstieg bei Hanse-Segelyachten bereits gelungen. Durch die Mitwirkung am Campfire-Projekt ist der Grundstein für weitere klimafreundliche Lösungen für den Segelsport nun gelegt.